Wir sind eigentlich eher durch Zufall in dieses Projekt gerutscht. Wir, das sind Sina und Gina, beide Schülerinnen der 12. Klasse des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums in Berlin-Karlshorst.

Wir nehmen beide am Leistungskurs Musik teil. Unser Lehrer Herr Bösel fragte uns, ob wir an dem Wettbewerb „Zivilcourage vereint“ teilnehmen und dazu einen politischen Rap gegen Rassismus schreiben möchten. Da unsere Schule nach zwei Widerstandskämpfern im Dritten Reich benannt ist, waren wir alle begeistert, einen Betrag zu diesem Projekt liefern zu können. Und so schrieben wir Texte und komponierten wochenlang an diesem Rap. Anschließend studierten wir unser Lied „Sag was, mach was“ zusammen mit unseren 7. Klässlern ein. Das Stück sollte bei unserem alljährlichen Frühlingskonzert das erste Mal uraufgeführt werden.

Unerwartet teilte uns Herr Bösel am 2. Juni mit, dass wir zwei Plätze für die Fahrt nach Österreich gewonnen hätten – jedoch war die Abfahrt für den darauffolgenden Tag geplant. Wir guckten uns beide nur kurz an und wussten: Wir wollen mitfahren! Und wir durften – in Stellvertretung für unseren ganzen Musikleistungskurs.

Und so packten wir noch am selben Tag aufgeregt unsere Koffer und fuhren am nächsten Morgen mit Tinko, Klaus und neun anderen Jugendlichen nach Österreich.

[Anmerkung der Redaktion: Gesine war auch dabei - kam eben nur Stunden später nach Österreich. Sie fuhr also buchstäblich nicht mit uns mit, war aber selbstverständlich vor Ort.]