Sonntag, 1. April
Gestern haben wir ausgiebig gefeiert. Nicola,
der Bürgermeister von Elne, gab für uns einen Empfang in der Jugendherberge und brachte noch ein
paar Freunde mit. Wir haben gut gegessen und getrunken. Nach der Vorspeise waren alle satt und dann
wurde das Hauptgericht aufgetischt. Nachdem alle Projekte vorgestellt waren, begann der gemütliche
Teil des Abends. Im Mittelpunkt stand das Gesangsduo Jordi und Nikolas, aber auch unsere Jungs
sangen mit dem Liederbuch in der Hand die bekannten Spanienlieder. Ich war um
Um
Die
lokalen Behörden waren teilweise überfordert und teilweise unwillig. Viele Menschen starben an
Hunger und Unterernährung. Die Kosten für dieses Lager zahlte noch die spanische Republik.
In La Vajol, einen kleiner Ort in den Pyrenäen,
empfängt uns der ehemalige Bürgermeister Miquel. La Vajol ist bekannt geworden, weil dort der letzte
Fluchtort der republikanischen Regierung war. Miquel musste mit neun Jahren mit seiner Mutter sein
Land verlassen. Er lebte lange Zeit in Belgien im Exil, kam als junger Mann nach Spanien und wurde
in die Franco-Armee eingezogen. Später musste er wieder aus dem Land fliehen, weil er von der
Geheimpolizei verfolgt wurde. Miquel wurde
Der
alte Bürgermeister, der unter Franco gedient hatte, verklagte Miquel nach seiner
In einem Restaurant zeigt uns Miquel, wie man aus einem Porrón, der aussieht wie ein Glaszylinder mit Schnabel, Wein trinkt. Man muss den Porrón schwungvoll ansetzen und den Wein in einem hohen Bogen in den Mund fließen lassen. Wir haben es ausprobiert. Die Kleckergefahr liegt beim ersten Mal bei 99 Prozent, doch der Wein schmeckt wirklich besser.
Miquel hat ein kleines Museum in einem Stall
eingerichtet. Es ist nicht größer als eine Kammer. Dort hängen Plakate, Fotos und Erinnerungsstücke
aus dem Kampf gegen Franco und für ein freies Katalonien. Er zeigt uns einen Brief, der im Auftrage
Helmut Kohls
geschrieben wurde. Miquel hatte die Bundesregierung gefragt, wie sie heute zu der Ermordung von
Lluis Companys, dem ersten katalanischen Ministerpräsidenten, stehen. Ein Mitarbeiter Kohls hatte in
einem Brief die Mitschuld Deutschlands an der Ermordung Companys eingestanden.
Eine Stunde vor Schließung kommen wir in
Figueres im Dali-Museum an. Es ist ein schönes, kurzweiliges Museum. Dali liegt in einem schwarzen
Cadallac in der Mitte des Museum begraben.
Das ganze Museum ist eine
wunderbare Inszenierung Dalis. Fabian ist von Dalis Zeichnungen beeindruckt, insbesondere von den
merkwürdigen Schatten. Wir gehen vor der Rückfahrt die Rambla hoch und runter und trinken einen
heißen Kaffee, genau das Richtige bei der Kälte.
Beim Abendbrot werten wir den Tag aus. Es werden ein paar Fragen gestellt und beantwortet. Die Müdigkeit ist allen anzusehen. Die Diskussion kommt auch nicht richtig in Fahrt. Wir setzen zu viel voraus.